Wie hält man die Familie zusammen, wenn die Liebe geht?!

patchworkfamilie

Zunächst einmal: Die Liebe bleibt!
Wenn Eltern sich trennen, ist die Belastung meist groß. Sowohl finanziell, als auch psychisch, sowohl für die Eltern selbst, als auch für die Kinder – für sie bricht oft die Welt zusammen.
Viele Scheidungskinder fühlen sich verlassen, vermeiden es aber, mit ihren Eltern über ihre Probleme zu reden. Meist aus dem Grund, die Eltern nicht noch zusätzlich mit ihren Sorgen zu belasten. Kinder werden oft von Schuldgefühlen geplagt und ziehen sich vermehrt zurück, empfinden Wut und Trauer.
Dieser Prozess hat nachhaltige Folgen, prägt das spätere Erwachsenenleben. Kurzfristig kommt es oft zu Problemen in der Schule und im sozialen Bereich. Auch Eltern sind hin- und hergerissen zwischen den eigenen Bedürfnissen und dem Wohlergehen des Kindes.

Was können Sie tun, um Ihrem Kind zu helfen seinen Platz in diesem neuen Lebensabschnitt zu finden und seine Sorgen und Nöte möglichst gering zu halten?

  • sorgen Sie dafür und zeigen Sie ihrem Kind, dass es beide Elternteile lieben darf. Nur dann ist es frei für seine eigene Entwicklung.
  • kommunizieren Sie direkt mit dem anderen Elternteil, missbrauchen Sie Ihr Kind nicht als Bote.
  • der Streit, den Sie als Eltern untereinander führen, geht Ihr Kind nichts an. Bitten Sie Ihr Kind nicht zu schlichten oder irgendwie dazwischen zu gehen.
  • fragen Sie Ihr Kind nicht, wen es mehr liebt.
  • die Zeit, die für das Kind mit dem anderen Elternteil geplant war, sollte eingehalten werden. Jedes Kind hat ein Recht darauf, Vater UND Mutter zu lieben und Zeit mit ihnen zu verbringen.
  • beim Bringen und Holen des Kindes sollte friedvoll miteinander umgegangen werden. Es verletzt das Kind, wenn in diesen kurzen Momenten, in denen es beide Elternteile hat, gezankt und gestritten wird. Ein höflicher Umgangston, wie man ihn mit anderen Menschen pflegt, sollte möglich sein!
  • versuchen Sie nicht, Ihr Kind mit Süßigkeiten und übertriebenen Geschenken „auf Ihre  Seite zu ziehen“. „Echte“ gemeinsame Zeit ist mehr wert als Geld!
  • Sie sollten über den anderen Elternteil nicht schlecht reden. Kinder stellen sich innerlich oft auf die Seite des anderen Elternteils, den, der „nicht so richtig ist“ und werden auf diese Weise dem Schwächeren oft ähnlich.
  • Ihr Kind fühlt sich frei, wenn Sie zu ihm sagen: „Wenn ich Dich ansehe, bin ich an Deinen Vater / Deine Mutter erinnert. Dann liebe ich ihn / sie in Dir noch immer“ – und! den sicher oft richtigen Nachsatz „… auch wenn er / sie mir weh getan hat“ weglassen können.

Wenn Sie als Eltern einen friedvollen Umgang miteinander finden und Ihrem Kind auf diese Weise begegnen, wird es ruhig in allen Beteiligten und alle profitieren davon!

Was Kinder sich wünschen in diesem schwierigen Lebensabschnitt:

  • „Ich bin euer beider Kind, ich brauche euch beide! Vergesst das nicht!“
  • einen Seelentröster: Haustiere helfen oft und fördern zugleich das Verantwortungsbewusstsein des Kindes.
  • mit dem anderen Elternteil, bei dem sie sich nicht regelmäßig aufhalten können, Kontakt zu halten und Hilfe dabei zu bekommen, den Kontakt zu pflegen und Aufmerksamkeiten zu besorgen oder zu basteln um sie an Geburtstagen oder Weihnachten zu verschenken.
  • dass es beiden Elternteilen gut geht und eine für beide Teile faire finanzielle Lösung gefunden wird.

Einige Worte an das Kind:

  • eine Familie bleibt immer heil. Sie zerbricht auch dann nicht, wenn die Eltern ihre Liebesbeziehung beenden. Was auch immer passiert zwischen den Eltern selbst, sie werden immer Deine Eltern bleiben und führen bewusst oder unbewusst eine Elternbeziehung, solange sie leben. Darin bist Du aufgehoben. Du darfst dir das so vorstellen, unabhängig davon, ob die Eltern sich wieder vertragen oder nicht. Das ist wahr und tut Dir gut!
  • jedes Kind hat ein Recht darauf, Vater und Mutter zu lieben und sich bei Vater und Mutter aufzuhalten, um von beiden zu lernen. Solange Du klein bist, sollen die Eltern bestimmen, was gut für Dich ist.
  • der Streit, den Deine Eltern untereinander führen, geht Dich nichts an. Du solltest nicht versuchen zu schlichten oder dazwischen zu gehen.
  • wenn Du älter bist, wirst Du deutlicher spüren, wie wohl es Dir tut, wenn Du das Kind beider Eltern bleibst und Ihnen zumutest, ohne Deine Unterstützung die Trennung zu ertragen. Das ist das Schwerste und gelingt Kindern manchmal erst, wenn sie erwachsen sind.
  • zahlreiche Scheidungskinder stellen fest, dass sich die Eltern nach der Scheidung besser verstehen als zuvor und genießen den besseren Familienzusammenhalt. Sei offen und gib allen Beteiligten eine Chance.


Eine Scheidung hat Auswirkungen auf einen selbst, die „alte” Familie, die Kinder, neue Partner und Freunde.

Erwachsene gehen neue Partnerschaften ein, Familien werden dadurch bunt zusammengewürfelt. Schätzungen zufolge lebt heute jede siebte Familie als Patchworkfamilie, mehr als die Hälfte scheitern. Der Erwartungs- und Erfolgsdruck ist hoch und das Chaos oft vorprogrammiert.
Kenntnisse über die Mechanismen und die Dynamik von (Patchwork-)Familien sowie die Einhaltung praktischer Grundregeln fördern ein harmonisches Zusammenleben.

Professionelle Hilfe bietet Mediatorin Manuela Schurk-Balles. Sie ist seit über 25 Jahren  Juristin mit Spezialgebiet Familienrecht, Mediatorin und Trainerin weiß aus eigener Erfahrung, wie es tatsächlich schmeckt, wenn man gescheitert ist und in einer Patchworkfamilie lebt.

In Ihren gut besuchten Workshops hilft sie bei der Ausarbeitung wichtiger Fragen: Wie wird man den verschiedenen Erwartungen und Ansprüchen gerecht? Wie bringt man die vielen Familienmitglieder zusammen? Wer hat wo seinen Platz im neuen Gefüge? Wie gestaltet man die Spannungsfelder der Ex-Partner? Wie vermeidet man voraussehbare Enttäuschungen? Welche Regeln können helfen? Wie findet man zu einem friedlichen Miteinander und umgeht neue Stressbelastungen, die eher schaden als nützen?

Für die Gestaltung Ihres Lebens „danach” bekommen Sie praxisorientierte Impulse und Unterstützung.
So kann jeder in der Familie seinen neuen Platz finden.

Weitere Informationen:
:: Wie rette ich meine Ehe?
:: Scheidungs-Mediation
:: Patchwork-Familien

Kommentare (2) Schreibe einen Kommentar

  1. mir fehlt der Ansatz meine Familie zusammen zubringen. Rund 10Jahre sind wir nicht mehr zusammen. Meine Kinder 2 Töchter sind erwachsen mit Familie. Ich kann gut verstehen das sie ihr Nest schützen aus Sorge. Die ich verstehe und nachvollziehen kann.
    Jedoch nicht in Spielsucht bei Fußballwetten. Wo bei ich das strikt trenne.
    Geschrieben habe ich mehrere Male. Meinen 1.geb.
    Meine 2.geb. direkt kontakt wollte sich melden. Bin dazu schon aufgeregt mit den Bewusstsein kommt Zeit kommt Rat.
    Mit dem Rat ist es so , wenn wir wieder zusammen kommen, wie soll ich reagieren. soll ich zuerst oder was ist der vernümfftigste Weg. Ich würde meine Töchter am liebsten nur in den Arm nehmen und drücken/herzen. Vertrauen verzeihen nur leise sprechen sanft wenn sie es zulassen. Respektieren wenn sie schreien wie?

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    • Hallo liebe Frau Zacher, ich finde, Sie können und sollten etwas dafür tun, dass Sie wieder Verbindung zu Ihrer Familie haben – gerade in den heutigen Zeiten. Mutter bleibt man immer.
      Ich weiß durch meine 30 jährige Erfahrung, wie Sie das bewerkstelligen können. Kontaktieren Sie mich und wir finden für Sie und Ihre Familie Lösung – zu Ihrem Wohl und zum Wohle aller.
      Gerne können Sie mich auch telefonisch erreichen unter 06021-47155.
      Bleiben Sie dran und geben Sie nicht auf!
      Ihre Manuela Schurk-Balles

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